Link verschicken   Druckansicht öffnen
 

Studie Schloss Rentwertshausen

Grabfeld, den 28.05.2021

Sanierung des ehemaligen Gemeindeamtes (Schloss) Rentwertshausen

 

Sehr geehrte Einwohnerinnen und Einwohner,

 

wie Sie der Ausgabe des Amtsblattes vom 01.03.2020 entnehmen konnten, hatte der Gemeinderat der Gemeinde Grabfeld im Januar 2020 beschlossen, ein Planungsbüro mit der Erarbeitung eines Nutzungskonzeptes zur Sanierung des ehemaligen Gemeindeamtes (Schloss) Rentwertshausen mit dem Ziel der zukünftigen Nutzung als Verwaltungsgebäude zu beauftragen.

 

Aus den eingereichten Angeboten wurde das Büro „bgs Gössinger und Scharfenberg“ aus Meiningen ausgewählt, welches ein entsprechendes Konzept erarbeitete und in der Gemeinderatssitzung am 24.11.2020 in öffentlicher Sitzung vorstellte. Die vollständige Studie wurde den Gemeinderäten/-innen und den Ortsteilbürgermeistern/-innen zur Verfügung gestellt.

 

Im Ergebnis gelangte das beauftragte Büro zu der Feststellung, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Die bröckelnde Außenfassade wurde bereits mehrfach seitens der Denkmalschutzbehörde bemängelt. Darüber hinaus bestehen umfangreiche Schäden an der gesamten Bausubstanz. Auch ein Holzgutachten attestierte große Schäden, die ein baldiges Handeln erforderlich machen. Die Studie des Architekturbüros kam darüber hinaus zu dem Ergebnis, dass eine Unterbringung der Verwaltung der Gemeinde Grabfeld grundsätzlich möglich wäre.

 

Aufgrund dessen wurde die weitere Vorgehensweise bzw. die zukünftige Nutzung des Gebäudes in der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 27.04.2021 erneut ausführlich beraten.

Aus Sicht der Verwaltung bestanden hierbei grundsätzlich folgende drei Optionen:

 

1. Aufgabe des Gebäudes und Absperrung für eine öffentliche Nutzung;
Dem Ortsteil Rentwertshausen würde damit das einzige öffentlich nutzbare Gebäude genommen werden. Auch ein Verkauf scheidet aufgrund des Gesamtgrundstücks mit Kindergarten und Feuerwehr aus.

 

2. Erhaltung im jetzigen Bestand und Durchführung der notwendigsten Sanierungsmaßnahmen inkl. Dach- und Fassadeninstandsetzung (ca. 1,5 Mio. €), um die bisherige Nutzung und eine Wiedervermietung der beiden vorhandenen Wohnungen zu ermöglichen.

 

3. Sanierung für die Nutzung als Verwaltungsgebäude (Gesamtkosten ca. 3 Mio. € inkl. der Außenanlagen, Eigenanteil bei 85 % Förderung ca. 450.000 € bzw. bei 65 % Förderung ca. 1.050.000 €).

Der Sitzungssaal könnte sowohl als Beratungsraum genutzt werden, würde aber auch weiterhin zur vielseitigen Nutzung durch die Einwohner des Ortsteils (Seniorentreff, Feierlichkeiten usw.) zur Verfügung stehen. Darüber hinaus würden für die derzeitigen Verwaltungsräumlichkeiten Mietkosten in Höhe von ca. 30.000 €/Jahr (zukünftig 35.000 –

    40.000 €/Jahr) eingespart werden können.

    Gleichzeitig würden Folgendes erreicht werden:

    - komplexe Sanierung, Verbesserung der energetischen Situation, Schaffung eines

      barrierefreien Zugangs

    - Umfeldgestaltung Festplatz und Aufwertung Ortsbild

    

Darüber hinaus wurde aus den Reihen der Gemeinderäte vorgeschlagen, für einen neuen Verwaltungssitz einen Neubau zu errichten und das ehemalige Gemeindeamt Rentwertshausen gleichzeitig für eine Vermietung zu sanieren. Dieser Vorschlag fand jedoch keine entsprechende Mehrheit. In der Diskussion wurde einem Neubau entgegengehalten, dass dieser auch ca. 2 Mio. Euro kosten würde plus die Sanierung des Schlosses. Für einen Verwaltungsneubau sind keine Fördermittel zu erwarten.

 

Im Ergebnis der ausführlichen und sachlichen Diskussion wurde mit 12 Ja-Stimmen und 4 Nein-Stimmen beschlossen, das genannte Gebäude zum Verwaltungsgebäude sanieren und umbauen zu lassen und ich wurde mit der Einleitung der weiteren Verfahrensschritte beauftragt. Die Sanierung steht unter dem Vorbehalt, dass die nötigen Fördermittel eingeworben werden können.

 

Momentan werden die Vorbereitungen für die vorgeschriebene europaweite Ausschreibung eines entsprechenden Planungsbüros getroffen. Darüber hinaus laufen Vorabstimmungen mit der zuständigen Denkmalbehörde.

 

Über den weiteren Fortschritt des Projektes, beispielsweise auch im Hinblick auf die Fördermittelakquise, werde ich Sie regelmäßig in unserem Amtsblatt informieren. Nach meiner Einschätzung und Erfahrungen wird eine solche komplexe Sanierungsmaßnahme mehrere Jahre bis zur Umsetzung benötigen.

 

Die Präsentation der Studie vom 24.11.2020 kann hier als PDF-Dokument eingesehen werden.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Christian Seeber

Bürgermeister

 

Bild zur Meldung: Bestand